Zugfunk-Deals der ÖBB verdienen Durchleuchtung statt Kern-Jubel

“ÖBB-Chef Kern ist nur in einem Punkt zuzustimmen: Auch das heutige Beispiel GSM-R-Zugfunk zeigt, wohin das Geld bei den ÖBB fließt: nämlich zu ‘langjährigen Technologiepartnern’ - andere würden dazu Freunderlwirtschaft sagen”, sagt unsere Verkehrssprecherin, Gabriela Moser.„Aus unserer Sicht verdient die Zugfunk-Historie bei den ÖBB eine Durchleuchtung: Ein langjähriger ÖBB-Aufsichtsrat macht unmittelbar nach seinem Rücktritt mit seinem Unternehmen gute Geschäfte mit digitalem Zugfunk für die ÖBB. Und das, nachdem die ÖBB nicht lange davor und den klaren EU-Perspektiven zum Trotz noch Lokomotiven mit veralteter Analog-Zugfunk-Ausrüstung vom selben ‚Partner‘ geordert hatte. Teilweise wurde in den neu ausgelieferten Loks binnen weniger Wochen die neue Zugfunkausrüstung durch die noch neuere ersetzt. Also zweimal gute Geschäfte - derlei mag formal vielleicht gerade noch zulässig sein, hinterlässt aber eine reichlich schiefe Optik”, kritisiert Moser und meint:

„ÖBB-Chef Kern wäre besser beraten, sich von diesen Abläufen unter seinen wirtschaftlich und moralisch gescheiterten ÖBB-Vorgängern möglichst weit zu distanzieren statt derlei im Nachhinein zu adeln. Denn mit derartigen Vernetzungen und Abläufen, wie sie auch beim Thema Eisenbahnkreuzung offen zutage treten, bleiben die ÖBB ein reiches Betätigungsfeld für Rechnungshof und Aufdecker-Politik. Leider.”


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