OhBB6: Geduld für 10 Jahre Reform nötig
- Mo, 23. Mai. 2011 | Mobilität
Kostenrechnung war lange Zeit ein Fremdwort bei den ÖBB, jetzt, seit Kern hoffentlich nicht mehr. Beispiel: was ein einzelner Bahnkilometer auf welcher Strecke kostet war und ist nicht berechnet.
KundInnenorientierung befindet sich noch immer im Warteraum, nur Dank freundlicher Schaffner läuft es in den Zügen einigermaßen. Beispiel: Bei meist nur kuzfristige angekündigtem Schienenersatzverkehr beliben die Fahrräder auf der Strecke, Radaufhänger bei Bussen kosten keine Unsummen und sollten sowieso bei den Postbussen wie in der Schweiz zur Norm werden.
Kernnetz und keine Regionalbahnen mehr heißt die Rationalisierungsdevise. Gerade die dt. Bundesländer und die Schweiz zeigen, dass Regionalbahnen erfolgreich betrieben werden können.
Also muss endlich ein Masterplan ÖBB für 10 Jahre durchgezogen werden:
- Die 2004 vorgenommene Zerschlagung des Gesamtkonzerns mit den teuren Folgen der betrieblichen Erschwernisse, der zahlreichen Verträge und Managementposten muss korrigiert werden.
- Ausbaumaßnahmen sind gemäß der Optimierung des Fahrplans und KundInneninteresses voranzutreiben, milliardenteuere Großprojekte hinanzustellen. Auch regionale Netze sind zu erhalten und in gutem Zustand dann auszuschreiben, falls die ÖBB kein Interesse an einem Weiterbetrieb haben.
- Angebotsverbesserungen statt Kaput-Sparen als Leitlinie. Die ÖBB sollen zu einem integrierten Mobilitätskonzern werden (Taktfahrpläne , Umsteigeknoten, ,….)
- Nach Schweizer Vorbild hat die Personal-Effizienz verbessert zu werden.
Im internat. Vergleich schneiden die ÖBB relativ gut ab, Frage nur, wie lange noch. Deshalb müssen die polit. Rahmenbedingungen bahnfreundlicher werden: flächendeckende LKW-Maut, externe Kosten dem Inidividualverkehr (Stau, Umwelt, Unfälle, Abnutzung etc.) anrechnen, Raumordnung endlich an den Öffi-Achsen orientieren. Insgesamt also ein 10-Jahre Reformprogramm, mit dem heute begonnen werden muss.








Kommentar hinterlassen