Ex-ÖBBChef Huber voll über Finanzspekulation informiert
Ex-ÖBB-Chef Martin Huber und der ehemalige Finanzchef Erich Söllinger waren über die riskanten Spekulationsgeschäfte der Staatsbahn voll informiert - sagt unsere Verkehrssprecherin, Gabriela Moser, mit Verweis auf eine Zeugenaussage im heutigen ÖBB-Rechnungshof-Unterausschuss. Demnach habe Bahn-Finanzexperte Franz Wanzenböck ausgesagt, dass die Finanzverantwortlichen aller Gesellschaften und der Holding über den Deal mit der Deutschen Bank bescheid wussten.
Bei dem Swap fuhren die ÖBB einen Verlust von rund 300 Mio. Euro ein. Huber hatte zuletzt bei seinem Auftritt im U-Ausschuss zum wiederholten Male betonte, dass er in das Finanzgeschäft nicht eingebunden war.
“Die Verantwortung für die Millionenverluste liegt eindeutig bei den gierigen Finanzverantwortlichen und Vorständen der ÖBB-Gesellschaften inkl. Holding, die keinerlei Risikoeinschätzung vornahmen, sondern wegen 32 Millionen Euro Prämie auf den Abschluss von nicht-durchschauten Spekulationsgeschäften drängten. Dabei wurde wegen 0,13 Prozent höherer Prämie - 795.000 Euro - auf das zweite Bein des Swaps verzichtet”, empört sich Moser.
Der Druck auf die Treasury-Abteilung, gewinnbringende Geschäfte abzuschließen, “war erheblich”, vermutet die Grüne. Insgesamt hätten für die Mitarbeiter der Treasury-Abteilung, “die keinerlei Handlungsvollmachten hatte”, unüberschaubare Verhältnisse und unklare Situationen in Holding und Gesellschaften geherrscht. Risikoabschätzungen seien unterblieben, weil die dafür zuständigen Mitarbeiter gar nicht die Ausbildung dafür hatten, so Moser.








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