Grasser-Abhörprotokoll belegt Gespräch über bestechlichen Staatspolizisten
“Dass Grassers angeblich ‚supersaubere‘ Weste zunehmend fleckig wird, war ja schon bekannt. Es schlägt dem Fass aber den Boden aus, dass Grasser mit Meischberger in aller Ruhe die Vorteile und Risiken der Bestechung eines Staatspolizisten zur Beschaffung von Informationen über das gegen sie laufende Verfahren erörtert”, stellt Gabriela Moser, unsere Bautensprecherin, fest.
5.000 Euro Bestechungsgeld
Karl-Heinz Grasser und sein Freund Walter Meischberger führten nämlich am 28.Jänner 2010 ein – abgehörtes - Telefonat, in dem die Möglichkeit der Bestechung eines Staatspolizisten ausführlich erörtert wurde. Die Aufzeichnung – im amtlichen Protokoll unter der Überschrift „Staatspolizist (Bestechung 5.000 Euro)“ - liegt nun in Form einer parlamentarischen Anfrage dem Wochenmagazin Format vor, nachdem Ausschnitte dieses Gesprächs bereits auf Initiative des Falters im Audimax vorgetragen wurden.
Grasser hatte keinerlei Skrupel
Meischberger schlug Grasser laut Protokoll vor, den Staatspolizisten zu bezahlen, in der Hoffnung, dass es zu Informationen komme, die Grasser und Meischberger weiterhelfen würden. Bestürzend ist die Haltung Grassers, denn er überlegt im abgehörten Gespräch nicht nur eine passende Medienstrategie. “Die Protokolle zeigen, dass Karl-Heinz Grasser keinerlei Skrupel hatte, Meischberger ein ‚freundschaftliches‘ Treffen mit dem bestechlichen Staatspolizisten vorzuschlagen, der angeboten hatte, gegen Geld den ganzen Verhandlungsstand weiterzugeben“, so Moser.
Grasser stand ja schon bisher im Verdacht, konspirative Gespräche mit dem Ziel der illegalen Einflussnahme auf das BUWOG-Strafverfahren geführt zu haben, hatte diese Gespräche bislang aber immer bestritten und deswegen sogar eine Klage gegen Moser eingebracht. „Vor dem Hintergrund der jetzt bekannt gewordenen Protokolle erscheint dies freilich in einem völlig neuen Licht“, so Moser abschließend.
Die parlamentarische Anfrage mit dem genauen Gesprächsinhalt








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