Schon wieder Fußgängerin totgefahren - Verkehrspolitik muss Schwächere im Verkehr schützen
- Mi, 26. Jan. 2011 | Sonstiges
Utl.: Neues Bures-Verkehrssicherheitsprogramm muss für sicheres Zufußgehen
und Radfahren sorgen =
Wien (OTS) - “In der Verkehrssicherheitsarbeit muss endlich die
Lenkrad-Perspektive verlassen werden”, fordert die Verkehrssprecherin
der Grünen, Gabriela Moser nach einem neuerlichen tödlichen
Fußgänger-Unfall, beim dem heute Nacht in Vorarlberg eine junge Frau
am Schutzweg von einem Alkolenker getötet und eine weitere schwerst
verletzt wurde. “Verkehrsministerin Bures muss Schwächere im
Straßenverkehr schützen, statt in entscheidenden
Verkehrssicherheits-Fragen immer dem Gegenwind der Autolobby
nachzugeben. Im neuen Verkehrssicherheitsprogramm 2011-2020, das in
Kürze vorliegen soll, und vor allem auch in der kurzfristigen
Verkehrssicherheitsarbeit muss Bures auch die wirklichen heißen Eisen
der Verkehrssicherheit - wie das Schnellfahren oder Handy am Steuer -
wirksam angehen, auch wenn das bei manchen ‘Autofreaks’ unpopulär
ist”, so Moser.
“Seit 2005 gibt es in den Unfallbilanzen bei den im Straßenverkehr
getöteten und verletzten FußgängerInnen unverändert und gegen den
Gesamttrend keine Fortschritte. Das ist kein Zufall, sondern Folge
einseitiger Verkehrspolitik und ein Hauptgrund dafür, dass Österreich
trotz Fortschritten seine Verkehrssicherheitsziele verfehlt. Der
wirkliche Durchbruch in der Verkehrssicherheitsarbeit wird erst
gelingen, wenn der Kfz-Verkehr nicht mehr hofiert wird, sondern die
sicheren Verkehrsarten - Öffis, Radfahren und Zufußgehen - konsequent
bevorrangt und die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen geschützt
werden.”
Gut und wichtig für die Sicherheit von Zufußgehenden und auch
RadfahrerInnen wären eine echte Bekämpfung von Schnellfahren und
Handy am Steuer durch Aufnahme ins Vormerksystem, niedrigeres Tempo
auf Freilandstraßen und im Ortsgebiet, keine falschen Rücksichten
beim Alkohol-Thema und endlich die bereits seit Jahren versprochene
StVO-Novelle zugunsten des Radfahrens und Zufußgehens. “Die Lkw- und
die Auto-Lobby wurden in den vergangenen Jahren von Blauschwarz und
auch von SPÖ-MinisterInnen ausreichend bedient, jetzt ist Zeit für
neue Schwerpunkte am richtigen Platz in der Verkehrssicherheit”, so
Moser.








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