ÖBB-Sparstift wegen Koralm-Tunnel

     Moderner Nahverkehrszug          Gotthardtunnel 

Nun wurde das Baulos für den Koralm-Tunnel an die STRABAG vergeben, obwohl die Finanzierung nicht gesichert ist und der ÖBB bereits budgetär das Wasser bis zum Hals steht. Die Grünen sehen diese Schienenverbindungen nur dann als sinnvoll an, wenn endlich Kostenwahrheit auf der Straße herrscht, dadurch Verlagerung erfolgt und vor allem, wenn die Finanzierung der Bahn-Infrastrukturpakete durch Mehreinnahmen aus anderen Quellen (flächendeckende LKW-Maut in Schweizer Höhe) gedeckt wird. Der Bau der  Yutobahn S36/37 kanibalisiert nicht nur die Autobahn über die Pack, sondern auch die Verlagerung auf die Schiene durch die Koralm. Trotzdem wird nun gebaut werden.

Gleichzeitig erfolgt ein Streich- und Verschiebemanöver für dringend nötige Bahnausbauten, wie zweigleisige Strecken auf TEN-Projekten (Prag - Linz). Gleichzeitig werden Schaffner eingespart, Fahrpläne gekürzt und die die Bestellungen von neuen Zügen hinausgeschoben. Da hilft auch die Entscheidung der Regierungsklausur, die Koralm und Brenner Tunnel erst wenige Jahre später fertigzustellen nichts.

Wir brauchen Bahn-Investitonen, die durch Kostenwahrheit im Autoverkehr finaziert werden, und sich vor allem m Kundinnennutzen orientieren!


3 Kommentare

  1. bcn sagte am Mo. 25 Oktober, 2010 um 00:11:

    Trotzdem sind Koralmtunnel und Brenner Projekte, genauso wie Prag-Linz, die bereits 10 Jahre wenn nicht sogar 20 Jahre zu spät kommen, aufgrund österreichischer Verhinderungspolitik über Generationen. Diese Projekte sind “übergeordnete” Infrastrukturprojekte, die eigentlich im geschwätzigen tagespolitischen Hetzerein nichts verloren hätten, sondern nachhaltige und Generationenübergreifende Investitionen sind. Man sehe sich nur die Semmeringbahn an, die vor mehr als 100 Jahren wahrscheinlich noch mehr politische Neider hatte.

    Antwort Moser:
    Herzlichen Dank für Ihren Kommentar, wir beurteilen die Infrastruktur-Schiene-investitionen durchaus differenziert:

    Auch die Grünen sehen diese Schienenverbindugen nur dann als sinnvoll an, wenn endlich Kostenwahrheit auf der Straße herrscht, dadurch Verlagerung erfolgt und vor allem, wenn die Finanzierung der Bahn-Infrastrukturpakete durch Mehreinnahmen aus anderen Quellen (flächendeckende LKW-Maut in Schweizer Höhe) gedeckt wird. Der Bau der S36/37 kanibalisiert nicht nur die Autobahn über die Pack, sondern auch die Verlagerung auf die Schiene durch die Koralm.

    mfG

    G. Moser

  2. Anne Siegetsleitner sagte am Mo. 25 Oktober, 2010 um 13:44:

    Der Bau des Koralmtunnels muss zumindest ausgesetzt werden! Die Kosten stehen in keinerlei Verhältnis zum angeblichen Nutzen und den Einsparungen bei Pflege und Familien.
    Der Koralmtunnel könnte durchaus zum zweiten Zwentendorf und österreichischen Stuttgart 21 werden.

  3. Sepp Sepperhut sagte am Mi. 17 November, 2010 um 19:00:

    Sehr geehrte Frau Moser!
    Der grosse Unterschied Österreichs zur Schweiz ist, dass auf Grund des “freien Warenverkehrs” in der EU die Waren fahren dürfen wie sie wollen (meistens immer die billigsten Wege fahrend). In der Schweiz (zB Gotthard) kann man hingegen gezielt LKW Ströme steuern, indem man sie auf die Schiene zwingt (weil keine EU Gesetze über den eigenen stehen). Mit Maut, Kapazitätslimits etc ist eine Regelung des Verkehrs in der Schweiz möglich, dort ist Schiene statt Verkehrslawine machbar. Bei uns leider nicht mehr, da wir durch die EU diese Autonomie (komisch, steckt auch “auto” drin) aufgegeben haben.

    Jegliche grosse Tunnelprojekte in Ö sind abzulehnen. Erstens gibt es genug Alternativen dazu. Das Argument der ZEiteinsparung ist absolut lächerlich und nicht relevant!
    Man kann nicht mit Geld, welches man nicht besitzt, etwas bauen wollen. Oder mit Ö Geld TEN Tunnel bauen, wo dann europäische Güter zu billigen Preisen durchgeschleust werden.
    Die Kreditlaufzeit beim Koralmtunnel wurde auf 99 Jahre erhöht! So eine Politik ist absolut verantwortlungslos! Dass Menschen, die noch nicht geboren sind, für mutwillige Fehlentscheidungen von Politikern zahlen sollen, wenn diese längst nicht mehr am Leben sein werden.
    Deswegen ein deutliches für ein Abkommen von diesen Projekten!
    lG, Sepp


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