Lobbyismus: Automaten-Glücksspiel und ORF Gesetz

Spielhölle     Spielautomaten

Heftig rangen wir um ein besseres Glückspielgesetz, das das Automatenspiel einschränkt und die Spieler besser schützt. Durch den Einfluss der großen Automaten-Firma NOVOMATIC wurde nun eine Verdoppeltung des Einsatzes und eine Verfünfachung der möglichen Spiele gesetzlich verankert. Damit kann man alle 2 Stunden einen maximalen Verlust von 72.000 Euro erleiden. In Norwegen ist der Verlust auf 250 Euro pro Woche beschränkt. Ein Experte zitierte im ORF einen geheilten Spieler zur geplanten Erhöhung des Einsatzes mit den Worten: “San die deppart!” Ein so hoher Einsatz führt zum sofortigen Ruin von Personen, Familien, zu noch mehr Beschaffungkrimininalität (derzeit bereits 50%) und auch von jugendlichen Spielern. Sicherlich ist nun der Zugang streng geregelt und auf unseren Druck hin eine Spielercard erforderlich. Doch insgesamt gewann die Gier nach Steuereinnahmen der Bundesländer und des Finanzministers gegenüber einem restriktiven Vorgehen und einem größeren Spielerschutz die Oberhand.

Am Tag darauf wurde das ORF-Gesetz neu geregelt. Auch hier setzten sich schließlich im Online-Bereich die Interessen der privaten Anbieter durch. Die qualitativ gute “Future-Zone” wurde eingeschränkt/dem ORF verboten.

Warum führt die Intervention von privaten Geschäftsinteressen immer zu Verschlechterungen? Warum tendiert der “Geschmack” der Mehrheit stets zu einer kulturellen Ausdünnung ?


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