Regierung geht bei Handy-Gefahren großes Risiko ein

“Spätestens nach dem aktuellen, richtungsweisenden italienischen Urteil, in dem der Zusammenhang von Tumorerkrankungen und langjähriger Nutzung von Schnurlos- und Mobiltelefon anerkannt wurde, muss die Missachtung des Vorsorgeprinzips und die generelle Untätigkeit der Regierung in Sachen Gesundheitsgefahren durch Mobilfunk ein Ende haben. Ignoranz gegenüber Warnungen, wie sie die Regierung seit Jahren an den Tag legt, kann hohe Kosten und weitreichende Haftungsfragen nach sich ziehen. Insbesondere Verkehrsministerin Bures muss nun endlich den Schutz der Gesundheit vor elektromagetischer Strahlung ernstnehmen und darf die Hände nicht länger in den Schoß legen”, fordert Gabriela Moser, Infrastruktursprecherin der Grünen.

Beweissicherung wird verhindert

“Das Verharmlosen kritischer Studien im Einklang mit den Wünschen der Mobilfunk-Lobby leistet dem gesundheitlich sehr bedenklichen ‘Feldversuch Mobilfunk’ Vorschub und muss besser heute als morgen beendet werden. Der dafür benützte ‘Wissenschaftliche Beirat Funk’ ist aufzulösen - nebenbei ein kleiner aber feiner Beitrag zur Budgetentlastung. Auch die Geheimhaltungs-Taktik des BMVIT ist völlig anachronistisch: Durch das Löschen wichtiger Daten von Mobilfunk-Anlagen wird jede wissenschaftliche Beweissicherung unmöglich gemacht. Was die Menschen brauchen, ist verantwortungsbewusstes Handeln, nicht tendenziöse Untätigkeit und Verschleierung von Gefahren. Wer wie BM Bures im Straßenverkehr für Verkehrssicherheit eintritt, muss auch bei der Sicherheit vor gesundheitlich bedenklicher Zwangsbestrahlung im Mobilfunkbereich handeln: Vorsorge zur Vermeidung hoher gesellschaftlicher Folgekosten statt Anbiedern an eine finanzkräftige, zeitgeistige Lobby”, so Moser.


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