Unklarheit über Mobilfunk-Sendeanlage

Handymast 

Gestern lehnten die Regierugnsparteien meinen Antrag einer verpflichtenden Datenarchivierung von Mobilfunkdaten ab. Zu aufwendig, hieß es.

http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/A/A_00523/fname_152236.pdf

Dieser wurde notwendig, weil Effekte einer Anlage erforscht wurden, die Existenz der Anlage aber vom Betreiber geleugnet wurde.

Die Ende Jänner 2008 zu Mobilfunk erschienene Krebsstudie des Umweltmediziners der Salzburger Landessanitätsdirektion und Referenten für Umweltmedizin der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Gerd Oberfeld, dokumentiert eine erhebliche Gesundheitsbelastung durch elektromagnetische Strahlung. Seine Arbeit im Auftrag des steiermärkischen Gesundheitsressorts bezieht sich auf den Zeitraum von 1984 bis 1997. Der Umweltmediziner stellte darin ein erhöhtes Krebsrisiko bei Anrainern einer C-Netz Mobilfunkanlage im Raum Vasoldsberg/Hausmannstätten fest.

(vgl. http://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/21212/DE/)

Rund um das Wählamt Hausmannstätten wurden im Rahmen der wissenschaftlichen Studie signifikante Häufungen, bis zum achtfachen für alle Krebsarten, festgestellt. Insbesondere waren es Brustkrebs und Hirntumoren.

 

Im Zuge der Recherchen durch Gerd Oberfeld wurde von einem pensionierten Techniker der Post- und Telegraphenverwaltung Steiermark bestätigt, dass an diesem Standort Wählamt Hausmannstätten ein C-Netz-Sender betrieben wurde. Auch die Sendeleistung und die Kanalanzahl konnten vom Informanten exakt benannt werden. Andere mögliche Faktoren, die eine derart signifikante Häufung von Krebsfällen hervorgerufen haben könnten, konnten vom Studienautor nicht ausgemacht werden.

 

Im Zuge der Recherchen wurde Gerd Oberfeld seitens des BMVIT im übrigen mitgeteilt, dass nach Informationen des Bundesministeriums Daten der Netze, die nicht mehr in Betrieb sind, gelöscht werden und daher für das BMVIT auch nicht verfügbar sind.

 

Weiters durchgeführte Recherchen bei den Anrainern und Anwohnern haben eindeutig ergeben, dass in den fraglichen Jahren tatsächlich eine entsprechende Sendeanlage von den Anwohnern wahrgenommen wurde. Die Mobilfunkbetreiber behaupten demgegenüber, an diesem Standort hätte es nie eine C-Netz-Anlage und bis zum Jahr 1994 überhaupt keine Mobilfunk-Anwendung gegeben.

Woher kamen dann die Effekte? Meines Erachtens hat der Staat alleine zur Klärung der epidemiologischen Auswirkungen von Sendeanlagen für Datensicherheit zu sorgen. Argumentieren im Nationalrat ist völlig zwecklos, nur Druck aus der Bevölkerung hilft.


2 Kommentare

  1. Marianne Hafeneder sagte am Fr. 26 März, 2010 um 23:07:

    Geschätzte Abgeordnete!
    Das Statement von Fr. Dr. G. Moser zur Datenspeicherung der Mobilfunk-Basisstationen ist vollinhaltlich zu unterstützen.
    Da immer mehr mögliche gesundheitliche Auswirkungen für Nutzer und Anrainer dokumentiert werden, ist der Staat Verantwortungsträger.
    Bitte beachten Sie Studienergenisse neben REFLEX und AUVA auch die von Naila, Selbitz, Netanyahoo, Hennen usw. Die Studie v. Hutter / Kundi (2006) sagt es ja auch aus.
    Der Direktor der Frankfurter Allgemeinen hat in der Sendung Wahnsinn Handy v. 24.3. im SWR bedauert, wie sehr die Gesellschaft im Zwang zur Kommunikation bereits abhängig geworden ist. _ Die Regierung hat die Pflicht zur Aufklärung und sinnvoller Grenzwerterstellung. Der jetzige Grenzwert ist “absurd”, falsch erstellt und utopisch hoch.

    Mfg
    M. Hafeneder

  2. Marianne Hafeneder sagte am Sa. 27 März, 2010 um 15:07:

    Geschätzte Abgeordnete!
    Das Statement von Fr. Dr. G. Moser zur Datenspeicherung der Mobilfunk-Basisstationen ist vollinhaltlich zu unterstützen.
    Da immer mehr mögliche gesundheitliche Auswirkungen für Nutzer und Anrainer dokumentiert werden, ist der Staat Verantwortungsträger.
    Bitte beachten Sie Studienergenisse neben REFLEX und AUVA auch die von Naila, Selbitz, Netanyahoo, Hennen usw. Die Studie v. Hutter / Kundi (2006) sagt es ja auch aus.
    Der Direktor der Frankfurter Allgemeinen hat in der Sendung Wahnsinn Handy v. 24.3. im SWR bedauert, wie sehr die Gesellschaft im Zwang zur Kommunikation bereits abhängig geworden ist. _ Die Regierung hat die Pflicht zur Aufklärung und sinnvoller Grenzwerterstellung. Der jetzige Grenzwert ist “absurd”, falsch erstellt und utopisch hoch.

    Mfg
    M. Hafeneder


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