Rechnungshof kritisiert die Einkommen und fehlende Transparenz

 

Moser bei Studentenprotest

Im Rechnungshofausschuss diskutierten wir die Einkommen von Beschäftigten in “öffentlichen Betrieben”.  Während den Universitäten -zig Millionen abgehen,  Studien-Assisdenten budegtär unter “Sachaufwand” geführt werden,  zahlen Betriebe der öffentlichen Wirtschaft oft ungerechtfertigt hohe Managergehälter. Die Zahlen sprechen Bände: 

In den Jahren 2007 und 2008 wiesen 24 bzw. 23 Unternehmungen durchschnittliche Einkommen von Vorstandsmitgliedern bzw. Geschäftsführern über jenem des Bundeskanzlers (278.800 bzw. 283.200 EUR) aus.

Der Frauenanteil im Vorstandsbereich lag in den Jahren 2007 und 2008 bei 11,2 bzw. 11,6 % und bei Aufsichträten bei 13,9 bzw. 16,1 %.

Die höchsten durchschnittlichen Einkommen bei Mitgliedern des Vorstandes bzw. bei Geschäftsführern wiesen im Jahr 2007 die Österreichische Elektrizitätswirtschaft AG (rd.758.600 EUR) und die ÖBB-Holding AG (rd. 726.900 EUR) auf. Im Jahr 2008 waren die durchschnittlichen Einkommen der Mitglieder des Vorstandes der Unternehmungen Austrian Airlines AG2 (rd. 858.600 EUR wegen zahlreicher Abfertigungn) und Österreichische Elektrizitätswirtschaft AG (rd. 840.000 EUR) am höchsten.

In manchen Bereichen, wie beispielsweise der ÖBB-Unternehmensgruppe oder dem Straßenverkehr, verzeichneten die Vorstandsmitglieder bzw. Geschäftsführer Einkommenssteigerungen gegenüber 2005, die prozentuell über jenem der Beschäftigten lagen. Konkret erfolgte die Einkommensteigerung bei den Managern der Asinag um +14%  und bei den ÖBB um +7% höher als bei den  Beschäftigten.

http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/2009/aktuelles/presse/kurzfassungen/bund/Kurzfassung_Einkommensbericht.pdf

Der Präsident des REchnugnshofes kritisierte die fehlende Transparenz und die mangelhafte Umsetzung der OECD-Richtlinien für Coporate Governence (nachhaltiges Führen; Wirtschaften). Die Entwicklung der Gehälter liegt in der Verantwortung der Vertrags-Ersteller, d.h.  der Vorstände des Aufsichtsrates eines Unternehmens. Bei den ÖBB hat Reithofer für großzügige Regelungen der Managerverträge (für Huber, Nigl und Steinacker) gesorgt. Der Umfang der ÖIAG-Bezüge ist durch nichts gerechtfertigt. Hier wurden die Verträge erst unter Gusenbauers Kanzlerschaft verlängert!

Ich werde einen Antrag auf eine gesetzlich verbindliche Verankerung der Regeln der Corporate Governence in Österreich stellen.


2 Kommentare

  1. Makro sagte am Mi. 24 Februar, 2010 um 13:13:

    Mosermobil? Geil ;)

  2. jens koenig sagte am Do. 04 März, 2010 um 11:24:

    Guter und fundierter Beitrag, finde ihn absolut lesenswert.


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