Hainburg und Klima-Änderung

Hainburg-Feier vor dem Naturhistorischen Museum     Klubsitzung mit Kromp-Kolb

Immer wieder wird uns vorgeworfen, dass wir den Ausbau von Wasserkraft verhindern - wie damals in Hainburg - und somit dem Klima schaden. Wasserkraft kann in Österreich nur mehr in geringenm Ausmaß ausgebaut werden und deckt somit nicht einmal den jährlichen Zuwachs des Stromverbrauchs. Deshalb ist einfach Energie-Effizienz und -reduktion die einzig passende Alternative. Ein neues Hainburg würde kein Klima retten, sondern nur den Stromverbrauchsanstieg abdecken. Generell gilt es aber, weniger zu verbrauchen. Nicht nur angesichts der zunehmenden Weihnachtsbeleuchtung kommen einem da echte System-Zweifel.

In der Klubsitzung strich Univ.Prof. Kromp-Kolb die Dramatik des Klimawandels hervor: um 7 Grad wärme Zeiten stehen uns 2100 ins Haus. Der Peak-Energie ist erreicht. Jedes Jahr nach 2015 erfordert ein Kyoto-Paket an Reduktion des Energie-Verbrauchs. Die ökologischen Systeme haben die Grenze ihrer Pufferfähigkeit erreicht. Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind. Durch massive Dezentraliseirung und Regionalisierung müssen wir uns auf die ökologisch-soziale Katastrophe einstellen. Gerade im Verkehrsbereich stehen wir erst am Anfang des Veränderungspotenzials.

Im Standard lese ich Äußerungen von Univ.Prof. Ulrich Brand: “Die Nichtinfragestellung der dominanten Lebensweise bringt es mit sich, dass wir nie an den Kern des Problems kommen…. unsere imperiale Lebensweise auf Kosten von anderen wollen wir nicht über Bord werfen.”

Vor 25 Jahren begann ich mein politische Engagement bei den Grünen, auch ausgelöst durch Diskussionen mit SchülerInnen über Club of Rome und Global 2000. Seit damals existieren das Problembewußtsein, die Information und das Bekenntnis zum Umwelt/Menschenschutz. Nur ging die wirtschaftliche Entwicklung  mit wenigen Ausnahmen genau in die gegenteilige Richtung. Damals glaubte man noch an nachhaltige Veränderungen, heute kämpft man gegen die Auswirkungen der schwersten Finanzkrise seit 1929/33. Strukturell sitzen die mächtigen Konzerne, Banken, Rating-Agenturen noch fester im Sattel und spekulieren mit weiterem Wachstum, das uns nach Wissen von Kromp-Kolb nur noch rascher in die Katastrophe treibt.

Hirschgehege bei Waxenberg     Ruine von Waxenberg

Ich möchte Menschen überzeugen, dass persönliches Glück jenseits von Wachstum liegt. Die herrlichsten Momente liegen jenseits von Konsum, etc. Mit meinen Eintragungen über schöne Landschaften und Ausflüge ohne Auto weise ich darauf hin.


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