Mit Zug und Bus: Staatsfeiertag im Grenzland
Gerne wandern wir durch die Heimat meiner Großeltern, das Mühlviertl an der tschechischen Grenze. Warum führt der Staatsfeiertag nicht zu grenzüberschreitenden Nachbarschaftsfesten? Im pünklichen Rufbustaxi erfahren wir nur, dass viele LKW transitieren: Warenaustausch ersetzt menschlichen Kontakt.
Auf den Spuren der Pferdeeisenbahn, an der Maltsch führt der Weg an alten Brückenbauten und an einem Natura 2000 Gebiet vorbei nach Leopoldsschlag und über weite Wiesen nach Sumerau. Am Grenzbach begegnen wir einer Wandergruppe, sonst liegen die Wiesen, Baumgruppen und Raine wie vor Jahrhunderten ruhig und schier unvergänglich. Eine Kuhherde lenkt reflexartig die Gedanken auf den verheerend niedrigen Milchpreis von 27 Cent/Liter. Jahrhundertalte Milchwirtschaft gerät unter die Walze billiger Massenproduktion. Wie lange können sich die weiten und ebenen Wiesen noch gegen Aufforstung und Verwaldung behaupten, über lege ich bei der Rückfahrt von Sumerau im Zug? Noch begeistern mich die Wege durch die Kulturlandschaft.







Kommentar hinterlassen