Zu Telematik-Ausbau: Falsche ASFINAG- und Bures-Prioritäten

“Die heute von der ASFINAG-Spitze bekanntgegebene Neuausrichtung beim Telematik-Ausbau ist eine Enttäuschung: Die weitgehende Wirkungslosigkeit der Anlagen ist z.B. im Unterinntal hinlänglich erwiesen, und die nun als großartige Einsparung verkaufte Reduktion der Gesamtausgaben auf 265 (!) Mio. Euro ist immer noch über 50 Prozent mehr als ursprünglich geplant war. Für die Telematik-und Bau-Lobby ist offenbar auch nach dem höchst kritischen Rechnungshof-Bericht Geld wie Heu vorhanden, während mit den über alle Grenzwerte hinaus lärmbelasteten AnrainerInnen der A8 in Oberösterreich um jeden Euro für besseren Lärmschutz gestritten wird”, kritisiert Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen, die Prioritäten von BM Bures und der ASFINAG-Spitze. “Die Ministerin sollte ihre höchst großzügige Politik gegenüber diversen Lobbys vom Tiefbau bis zur Telematik überdenken - im Interesse der Menschen und besonders ihrer WählerInnen sind diese Riesenausgaben ohne nennenswerte Wirkung sicher nicht. Ebenso müssen sich auch die ASFINAG-Manager die Frage gefallen lassen, ob ´Kuscheln´ mit der Telematik-Branche wirklich zum Auftrag ihres Unternehmens gehört. Im Interesse der Maut- und Vignetten-ZahlerInnen, die den fortgesetzten Telematik-Unfug letztlich zahlen müssen, ist diese Linie jedenfalls nicht. Mit strengen Kontrollen insbesondere der LKW und der Tempolimits würde mit einem Bruchteil des Aufwands ein Vielfaches für Mensch, Umwelt und Verkehrssicherheit erreicht”, so Moser.


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