Zug endlich pünktlich; aber Linz - Graz bald ohne Schnellverbindung
Auf meiner Fahrt nach und von Bregenz funktionierten alle Zugverbindungen perfekt ohne Verspätung. Herrliche Landschaften glitten an den Waggon-Fenstern vorbei. Auch nach Wien und zurück nach Linz verlief alles auf die Minute pünktlich. So macht Zugfahren Spaß!
Dies ist allerdings meist nur auf der gewinnbringenden Westbahn-Strecke möglich; andere Strecken, wie z. B. Linz - Graz sollen nur mehr mit Bus ohne stehenbleiben oder stundenlangen Regionalzügen samt Umsteigen bedient werden. Dazu sandte ich folgende Stellungnahme an die Medien:
“Die Verkehrsministerin und die ÖBB betreiben eine völlig absurde Verkehrspolitik: während um 6 Milliarden ein Tunnel zur Verbindung zwischen Graz und Klagenfurt, der 7. größten Stadt Österreichs, gebaut werden soll, wird die Zugverbindung zwischen Linz und Graz auf Regional-Niveau ausgedünnt und nicht mehr für den Schnellverkehr genutzt!” protestiert die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser, gegen die Pläne der ÖBB, die Schnellverbindung zwischen Linz und Graz auf Bus umzustellen. Derzeit verkehren Schnellbusse von Graz nach Klagenfurt, eine Tunnelverbindung wird mit großem finanziellen Aufwand gebaut. In Oberösterreich und der Steiermark wird die vorhandene Schiene nicht mehr zur Städeverbindung genützt und auf Bus umgestellt! “Diese Vorgangsweise grenzt an geistige Unzurechnungsfähigkeit und ist das Ergebnis völlig falscher Verkehrspolitik, die in erster Linie Baupolitik jenseits der Bedürfnisse der Fahrgäste ist. Autobahnen statt Schienenausbauten führten zu Verkehrsverlagerungen auf die Straße und schlechter genützten Zügen, die dann schrittweise eingespart werden. Die Pyhrn-Route ist des beste Negativ-Beispiel für die umwelt-, klima- und fahrgastschädliche Verkehrspolitik von Bures-Vorgängern, LH Pühringer und Voves. “Nun ist es hoch an der Zeit, dass Ministerin Bures endlich die Fahrgastorientierung bei den ÖBB Durchsetzt und die Bau-Vorhaben redimensioniert.”
Die Bahn ein wichtiger österreichischer Wirtschaftsfaktor. Der öffentliche Verkehr gibt jedem 18. unselbständig Beschäftigten Arbeit – NOCH (mit 170 000 in ganz Österreich, 91 000 bei Verkehrsunternehmen, 81 000 Produktion/Infrastruktur)
Wer bei der Schiene spart, spart am falschen Platz: niederrangrige Strassen haben miserable Kostendeckungsgrade – diese Straßen aufzulassen wird nie in Erwägung gezogen
Wenn das Unternehmen Öbb nicht mehr im Stande ist ein Minimum an Fernverkehr auf der Strecke Linz-Graz anzubieten, dann muss man andere ran lassen!
Moser fordert daher umgehende Maßnahmen, den innerösterreichischen Fernverkehr auszuschreiben und wird bei der kommenden Sondersitzung des Nationalrats ein attraktives Fahrplan-Paket der Grünen einbringen.







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