Pendler-Strecken ausbauen statt Tunnel graben

Führerstand im Zug nach Sopron

 Täglich pendeln 60.000 Personen mit dem Auto von Süden nach Wien. Die Zug-Kapazitäten lassen sich nicht mehr wesentlich erhöhen.

Um die Gleisverhältnisse auf der S-Bahn und Pottendorfer Linie genauer kennenzulernen, fuhr ich innerhelb von 2,5 Stunden auf der Lok verschiedener Züge nach Sopron. Ein drittes S-Bahngleis ist ebenso wichtig wie die Schleife bei Ebenfurth, die den PendlerInnen täglich 8 Minuten brächte und keine Unsummen kostet.  Doch politisch wichtiger ist Min. Bures und den Landeshauptleuten der Bau des Brenner Basis-Tunnel für die Verbesserung des Transi-Güterverkehrs.

Pendeler-Verbesserungen würden nicht einmal eine halbe Milliarde kosten, der Brenner-Tunnel ist der SP/VP-Verkehrspolitik laut Rechnungshof 12 Milliarden “wert”, obwohl es zu keiner Verlagerung von der Straße auf die Schiene kommen wird.


1 Kommentar

  1. Ulrich Kiermayr sagte am Mo. 24 August, 2009 um 12:20:

    Ein drittes Gleis bringt oft betrieblich nicht so wahnsinnig viel. Wenn schon, dann mit vergleichbarem Aufwand 4-Gleisig ausbauen. Das bringt dann 2 unabhaengige Gleispaare, mit denen auf Stoerungen viel besser reagiert werden kann, und die Kapazitaeten wesentlich erhoeht werden koennen.

    Abgesehen davon gibts im Wiener Umland eine Menge Strecken die sowieso elektrifiziert und (wieder) 2-Gleisig ausgebaut gehoeren. (Marchegger Ast, S7 - Samt verlaengerung nach Bratislava, etc.)


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