Moser fordert Verlängerung der Förderung für thermische Sanierung

„Eine Verlängerung der Förderung für thermische Sanierung ist dringend notwendig“, fordert die Wohnbausprecherin der Grünen, Gabriela Moser. „Diese Förderung ist eine Konjunktur-Lokomotive ersten Ranges und kann nicht so salopp abgetan werden, wie es Minister Mitterlehner im gestrigen ‚Im Zentrum’ versucht hat.“ Mitterlehner meinte, dass die 50 Mio. Euro für die thermische Sanierung im wesentlichen ausgeschöpft seien, und dass er kein Geld für eine Fortführung habe. Das müsse jetzt von selbst laufen.

Förderung trägt sich durch Mehrwertsteuereinnahmen selbst

Der erste wichtige Schritt wäre eine Umschichtung des Fördergeldes. „Die Betriebe haben ihre 50 Mio. Euro noch nicht ausgeschöpft. Dieses Geld sollte für die Privaten bereit gestellt werden“, so Moser. Wöchentlich beantragen rund 1.000 Personen die Sonderförderung. Insgesamt löst die Bundesförderung Gesamtinvestitionen von 700 Mio. Euro aus. Das heißt, dass sich die Förderung durch die Mehrwertsteuereinnahmen selbst trägt. „Jeder geförderte Euro löst sechs Euro an privaten Investitionen aus“, erläutert Moser.

Vor allem führt die thermische Sanierung zu einem enormen Beschäftigungseffekt und verhindert so weitere Einbrüche am Arbeitsmarkt. Klein- und Mittelbetriebe profitieren genauso wie die KonsumentInnen, die sich zukünftige Heizkosten sparen, und die öffentliche Hand durch Verbesserungen der Handelsbilanz. „Dies müssen Mitterlehner und Pröll endlich erkennen und die Bundesförderung massiv aufstocken und nicht auslaufen lassen“, so Moser.


2 Kommentare

  1. Marta sagte am Mo. 06 Juli, 2009 um 09:26:

    Nachdem wir 2 Wochen auf einen Energieausweistermin gewartet haben, waren die Fördermittel zur thermischen Sanierung erschöpft - 1 Tag bevor wir den Energieausweis erhielten. Wir konnten als wegen 1 Tages keinen Antrag mehr stellen.Pech!

    Den Energieausweis mussten wir allerdings bezahlen! Wozu? Wer braucht den jetzt noch?

    So eine Bauernfängerei! Frechheit!
    Die Leute wurde alle verrückt gemacht, Zeit invesitert, um Angebote etc. zu erhalten und die Energieberater freuten sich. Jetzt schauen wir durch die Finger. Zumindest die Ausgabe für den Energieausweis sollte den enttäuschten Sanierungswilligen ersetzt werden.

    Ohne Förderung wird bei uns - und auch bei unseren 2 Nachbarn - auch nicht saniert, da heizen wir einfach lieber mehr. Denn bis das für die Sanierung benötigte Geld verheizt ist, brauchen wir bestimmt keine Energie mehr.

  2. Harald Wurzinger sagte am Do. 09 Juli, 2009 um 12:23:

    Ich hatte alles (Angebote, U_werte etc.) wie gefordert ca. 1 Monat schon zusammen mit Ausnahme des Energieausweises, welchen ich erst am 26.6.2009 um 12 Uhr erhalten habe. Als ich dann bei der Bank einreichen wollte, teilte mir der Bankangestellte mit, dass seit 25.6.2009 der Fördertopf leer sei. Ich sollte dennoch einreichen und hoffen, dass gewisse Antraege abgelehnt werden und dadurch wieder Geld frei wird.

    Es ist einfach traurig wieviel Geld in Banken und Großfirmen investiert wird, die diese Krise eigentlich nur ausnutzen (z.B.: Magna verlangt Staatshilfe um Kurzarbeit durchzusetzen, obwohl eine volle “Kriegskasse” vorhanden ist => siehe Übernahmeangebot fuer Opel.

    Wieder einmal bleibt der kleine Häuslbauer auf der Strecke - Ich werde, und das steht fest, nun keine Fenster sanieren etc. und alle Angebote einstampfen !


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