Wieder zu Fuß nach Mauthausen
Jedes Jahr gedenken wir der Befreiung des KZ-Mauthausen. Gerade in Zeiten zunehmender rechtsextremen Aktivitäten gilt es den breiten gesellschaftlichen Widerstand gegen das Vergessen und Verharmlosen zu verstärken. Besonders ergreifend waren diesmal die Worte des Schuldeingeständnisses der Vertreter der christlichen Religionen: zwiespältige Haltung und auch Unterstützung des NS-Regims durch amtliche Würdenträger.
Wieder kammen Tausende Italiener aus den einzelnen Kommunen. Auch Kubaner und Chilenen, deren Landsleute als Spanienkämpfer in die Hände der NS fielen und starben.
Um intensiver nachdenken zu können, ging ich vom Bahnhof Mauthausen zu Fuß ins Lager und dann zu Fuß nach St. Georgen, wo im Zug ein freundlicher Schaffner einer Dame ohne Fahrkarten (sonst hätte sie den Zug nicht erreicht) keinen Zusatztarif verrechnete. Mehr Menschlichkeit hätte auch vor 70 Jahren viel Leid verhindert.








Kommentar hinterlassen