Pröll und Bures verhindern ÖFFi-Attraktivierung

Mobilitätscard nach meiner Vorstellung

 

Seit Jahren setze ich mich für eine Gesamtfahrkarte in Österreich nach Schweizer-Vorbild ein. 

Aus Ärger über unsere fehrlgesteuerte Verkehrsministerin sandte ich heute diesen Text an die Medien:

 

“Auch Bures schädigt die Öffi-NutzerInnen und fördert die Bau- und Finanz-Bosse! Bures kürzt mit ihrer Budgetpolitk und dem Verzicht auf die Einführung einer Österreich-Card die Mittel für den öffentlichen Verkehr und wirft gleichzeitig Milliarden in teilweise kontraproduktive Infrastruktur-Bauprojekte, die nur Großkonzernen im Bau- und NBankenbereich nützen!” kritisiert die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser.

Mit dem Verzicht auf die Einführung der Österreich-Card bei gleichzeitigen Milliarden-Investitionen in kontraproduktive Infrastrukturprojekte (Lobauautobahn, West-Ring Linz, Güterzugumfahrung St. Pölten,…) schwächt Verkehrsministerin Bures den öffentlichen Verkehr und verzichtet auf ein in der Schweiz bewährtes Mittel, mehr Menschen zum Umsteigen auf die billigeren, beschäftigungsintensiveren und umweltfreundlicheren Öffis zu bewegen. Bures sollte zumindest die Gültigkeit der Vorteilscard der ÖBB (Halbpreis) auf alle Öffis ausdehnen. In der Schweiz war das Halbpreis-Abo der Hit schlecht hin.

Investitonen in Großbauprojekte haben vergleichsweise geringe Beschäftigungseffekte, der Ausbau des Öffi-Angebots mit attraktiven Preisen bringt nicht nur mehr Arbeitsplätze, sondern nützt jeder/m einzelnen, wie Wifo- und VCÖ-Studien nachgewiesen haben.

Gerade eine weibliche  Verkehrsministerin setzt den Betonierkurs unhinterfragt fort, statt endlich verkehrspolitische Weichensstellungen zugunsten der Frauen und Öffis mit attraktiven Preisen (Österreich-Card) vorzunehmen.

Die Ergebnisse einer VCÖ-Studie zeigen auf: Frauen gehen deutlich mehr zu Fuß, benützen häufiger Öffentliche Verkehrsmittel und fahren weniger mit dem Auto. Im Schnitt legen Frauen um rund 50 Prozent mehr ihrer Wege zu Fuß zurück als Männer. In Wien legen Frauen rund 25 Prozent mehr Strecken mit Öffis zurück als Männer, in Vorarlberg rund 20 Prozent. Auch der Mikrozensus der Statistik Austria hat ergeben, dass 64 Prozent der Frauen in Österreich mit Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren jedoch nur 56 Prozent der Männer. Gleichzeitig Frauen ein Drittel weniger Strecken mit dem Auto.  

Bures negiert dies Fakten und verzichtet auf attraktive Preisangebote, die gerade Frauen mehr nutzen.


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