Spaziergang über Müllberge
Dank des guten Wetters genossen wir die Wintersonne bei einem Spaziergang von der Bahnhaltestelle Gerling bei St. Martin im Mühlkreis ins Pesenbachtal und wieder zurück. Ohne es vorerst wahrzunehmen, überschritten wir eine renaturierte Mülldeponie. Ein Bauer hatte sein abfallendes Muldengelände der Fa. Zellinger zuf Verfügung gestellt, diese dichtete den Untergrund, baute Abwasserkanäle bzw. Entlüftungsschächte und füllte das Gelände, danach wurde Erdreich auf die Abdeckplane geschüttet und wieder mit der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung begonnen, sogar auf deutlich ebenerem Gelände.
Auf den ersten Blick wirkte alles wie ein vielseitiges Win-win-Projekt: der Müll wurde deponiert, die Fa. Zellinger verdiente, der Bauer hatte ebeneres Gelände und vor allem ein protziges Villengebäude von seinen Müll-Einnahmen errichtet.
Kein Abfallrest erinnerte an die Müllberge, nur der Kuhmist stank. Im herrlichen Pesenbachtal rauschte das Wasser über den Granit und sprudelte friedlich, die Eiszapfen hingen vom Moos beim Kerzenstein. Hoffentlich hält dieser Friede zwischen Umwelt und Abfall auch nachhaltig über Jahrzehnte. Jedenfalls brachte uns die Mühlkreisbahn abends wieder sicher von einer Weihnachtswanderung der anderen Art nach Linz zurück.








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