Lehrbeispiel Holland
Auf einer kurzen verkehrspolitischen Bildungsreise der GBW OÖ erlebte ich, wie angenehm ein gemeinsames Nebeneinander von Rad- Fuß- und Autoverkehr gestaltet sein kann. In Groningen, einer Studentenstadt mit 170.000 Einwohnern (45.000 StudentInnen) empfing uns bereits am Bahnhof ein freier Vorplatz mit einer luftigen Tiefgarage für 4000 Fahrräder.
Zu Fuß durchquerten wir die autoarme Innenstadt mit ihren schönen Backstein-Giebelhäusern und lernten das Konzept “shared space” am eigenen Leib kenne: kaum Verkehrsschilder, Autos, Radler, Fußgeher nehmen Rücksicht auf einander. Bäume säumen die Straßen und Kanäle; Wohnstraßen bieten Raum zum Flanieren; an zentralen Kreuzungen sorgen Geschäfte für den täglichen Bedarf; viele Radlerbrückern erleichtern das Queren der Kanäle.
Auch die kl. Städte Drachten und Harem boten Beispiele, wie durch die Gestaltung des öffentlichen Raums und die Entwicklung eines Prozesses der Verkehrsentschleunigung Lebensqualität, Kostensenkung und Verkehrssicherheit erreicht werden.
In Wien erzählte ich gleich davon im Verkehrsausschuß; mein Radler-Antrag wurde vertagt.







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