Wohnbauförderung muss Klimaschutz endlich ernst nehmen

“Stoppt die Zersiedelung und Garagenförderung aus Wohnbaugeldern! Die Länder haben die Wohnbauförderung endlich vorrangig als Klimaschutzinstrument einzusetzen”, fordert die Bautensprecherin der Grünen, Gabriela Moser, anlässlich der Kritik des Rechnungshofes an den geringen Sanierungsmaßnahmen von Wohngebäuden in den Bundesländern. Bereits seit Jahren beklagen die Grünen die geringe Sanierungsrate und damit die hohen Heizkosten für die BewohnerInnen. “Wohnbaugelder dürfen nicht länger für Garagenförderung und sonstige Infrastruktur missbraucht werden, sondern sind als Hebel für niedrige Heizkosten einzusetzen”, so Moser.

Der Wohnungsneubau gleicht zwar den Fehlbestand aus und verbessert die Wohnqualität durch größere Wohnungen, er hat sich aber durch strenge Energiekriterien in der Bauordnung und Wohnbauförderung an den Zeilen der Energiewende zu orientieren. Die Sanierungsrate muss sich selbst nach dem Regierungsprogramm verdrei- bis verfünffachen. “Mit ihrer traditionellen Förderpolitik und Missachtung der Sanierungsoffensive hebeln die Länder das eigene Regierungsprogramm und die nationale Klimastrategie aus und leisten ihren BewohnerInnen in Form hoher Energiekosten einen Bärendienst”, so Moser. Vor diesem Hintergrund ist die Förderung von Einfamilienhäusern auf der grünen Wiese, weit weg von öffentlicher Infrastruktur, gänzlich zu hinterfragen. Die Kritik des Rechnungshofes zielt in diese Richtung.


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