Netzknoten Neusiedl
- Mo, 25. Feb. 2008 | Mobilität
Attraktive Taktverkehre mit attraktivem Angebot, Busse und Bahn, Taxi und Rad vernetzt bilden das Rückgrad eines guten Öffentlichen Verkehrs. Den Knotenpunkt Neusiedl am See im Burgenland konnte ich am Wochenende testen. Erfolgreich.
Unser Ausflug bei frühlinghaften Temperaturen begann in Purbach (ab Wien Süd 8.45, an 9.35), zu Fuß genossen wir das Leithagebirge, die Weinberge und die Kellergassen. Breitenbrunn bot ein denkmalgeschütztes uriges Wirtshaus. Begeistert von der Aussicht und der Landschaft kamen wir um 16.45 nach Neusiedl, wo der Zug dann 17.30 nach Wien ging (Ankunft 18.30). Alle Busse brachten rechtzeitig die Fahrgäste zum Bahnhof. Im Gegensatz zum Autostau nach Wien, saßen wir entspannt im modernen ÖBB-Regonalzug “Talent”.








Sie sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln für eine Entfernung von 40 km eine Stunde gefahren und mußten 45 Minuten warten. Das Ganze kommentieren Sie entspannt und fröhlich. 40 km in knapp 2 Stunden, das ist das Tempo eines gut trainierten Fahrradfahrers.
Diese Zahlen sagen mir das folgende
a) In Breitenbrunn wohnen und in Wien arbeiten geht nur für Menschen mit Automobil
b) Von Wien braucht man genausoviel Zeit bis Graz wie nach Breitenbrunn
Daraus folgt, daß dies eine strukturschwache Region ist, die miserabel an das Bahnnetz angeschlossen ist, ein Ziel sollte es sein, das aufzuzeigen und Verbesserungsmöglichkeiten zu entwickeln, nicht aber einen halbwegs funktionablen lahmen Gaul unkritisch zu lobhudeln.
Mfg
U. Hörkens
Sg. Hr. Hörkens, natürl muss massiv ausgebaut werden; mein Lob für ÖBB hält sich meist in grenzen, aber manches ist auch besser geworden. mfg G.Moser