Mehr Geld für Wärmedämmung

Heute bestreite ich nach dem Verkehrsausschuss in Wien, wo wir die Winterreifenpflicht und höhere Strafen für Handytelefonieren am Steuer beschlossen, noch eine Diskussion in Linz zum Thema „Wohnbau der Zukunft“. Die Wohnbaugesellschaften luden VertreterInnen aller Parteien ein,; ich war wieder die einzige Frau. Für mich bedeuten die Anforderungen an den Wohnbau und seine Finanzierung eine Quadratur des Kreises: Verdreifachung der Sanierungsrate aus Klimagründen und energieeffiziender Neubau, der leistbar ist, zusammen mit neuen Wohnformen für die jüngere/ältere Generation und das alles bei gleichbleibender Höhe der Wohnbaugelder (Bund 1,7 Mrd/Jahr; Land OÖ 300 Mio/Jahr). Dies wird nur möglich sein, wenn die Förderung von energie- und verkehrsaufwendigen Einfamilienhäusern deutlich gekürzt und die Garagenförderung gestrichen wird. Der Verkauf von Wohnbaudarlehen verringert leider den Spielraum für die thermische Sanierung. Deshalb muss dringend prinzipiell umgeschichtet oder aufgestockt werden. Die Bundesmilliarde für die Wohnbauförderung sollen stärker an Klimaschutzkriterien gebunden werden. Ein 15a-Vertrag zwischen Bund und Länder wird nächstes Jahr ausgehandelt. Erst 2009 werden dann die Förderungen in den Ländern eventuell umgestellt. 2012 – also drei Jahre später – müssen wir das Kyotoziel (-13 % CO2) erreichen, sonst zahlen wir jedes Jahr soviel an Strafgeldern wie in die Wohnbauförderung fließt (1,7 Mrd)! Pervers! Die Verzögerungen hat die ÖVP/SPÖ zu verantworten, denn seit Jahren fehlt ein Umsetzungsfahrplan für die Klimaschutzstrategie. Am Bundeskongress in Salzburg werde ich mehr Geld für die thermische Sanierung der Gebäude verlangen, damit die Menschen nicht mehr soviel fürs Heizen zahlen müssen und keinen Heizungszuschuss mehr benötigen.


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