Beim Verkehrsminister

Ab Jänner konzentriert sich unsere Klima-Kampagne auf den Verkehrsbereich, der den größten Co2 Anstieg verursacht. Gestern hatte ich einen Termin bei Verkehrsminister Faymann in seinem neuen Büro. Da es völlig aussichtslos ist, spreche ich nicht in erster Linie über weniger Straßenbau und mehr Geld für öffentliche Verkehrsmittel. Der Minister ist den Landespolitikern und der Baulobby im Wort und will das Ausbauprogramm aus der Zeit lange vor den Erkenntnissen über den Klimaschutz einfach durchziehen. Es ist zum Verzweifeln, dass gerade beim Verkehr, wo die meisten Reduktionen ohne Verlust von Arbeitsplätzen und großen Investitionen bzw. Systemumstellungen möglich wären, so wenig in Richtung Klimaschutz weitergeht. Die Menschen müssten einfach weniger und langsamer Auto fahren, das würde ihnen Kosten sparen, wäre sicherer und hilft dem Klima. Doch vor solch Unpopulärem scheuen einfach die Minister zurück. Die Zeche in Form von hohen Strafzahlungen (2,5 Milliarden) und volkswirtschaftlichen Klimakosten (bis zu 20 % des BIP) zahlen andere, vor allem die schlechter Verdienenden.


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