Männliche Präpotenz: AsfinagAufsichtsratVorstand

Im Infrastrukturbereich arbeiten hauptsächlich Männer. Im Durchschnitt komme ich gut damit zurecht. Doch seit Jahren stieß ich gestern auf eine meiner Meinung und Erfahrung nach besonders präpotente Persönlichkeit, aber vielleicht reagierte sie nur ehrlich ohne jede Maske der Höflichkeit.

Bei der Geburtstagsfeier des Generalsekretärs des ÖAMTC traf ich den neuen Aufsichtsratvorsitzenden der Asfinag. Ich kenne ihn seit meiner Schulzeit in Linz, sah ihn aber seit damals nicht mehr. Um auf kurzem, direkten Weg ohne lange Terminvereinbarungen mit dem erfolgreichen Rechtsanwalt umstrittene Punkte zu klären, sprach ich ihn auf die Hintergründe der geplanten Vertragsauflösung mit den bestehenden drei Asfinag-Vorständen an. Gegen Reichhold waren wir Grüne auch immer, aber die zwei anderen erhielten noch im Mai das Vertrauen des Aufsichtsrates und müßten nun auf Kosten der mit 10 Mrd verschuldeten Asfinag millionenhohe Abfertigungen erhalten. Die Einarbeitung neuer bräuchte wieder 1-2 Jahre. Die Antwort lautete wegen “betriebswirtschaftlichen Eckdaten”. Ich fragte nach, welche. Antwort: “org. Einheiten enden an Bundesländergrenzen bei Instandheltungsarbeiten”. Dabei hatte die Asfinag bereits aus 9 Straßenmeistereien 4 oder 5 Organisationseinheiten gegen Widerstand der Länder geformt, weitere Vereinheitlichungen wären als nächster Schritt möglich, aber Vorstände müssen deshalb gehen - mit teuren Abfertigungen.

Nun gab mir der mächtige Rechtsanwalt zum Abschied die Hand, obwohl ich gerade meine 2. Frage gestellt hatte. Ich wies darauf hin, dass ich ihn ja noch über die Projektkürzungen der Asfinag gefragt hätte. Er streckte seine Hand weiter zum Abschied hin. Ich blieb hartnäckig ob solche Unverschämtheit. Da kam eine Antwort aber nicht zu mir gewandt, sondern als Gespräch mit einem anderen Herrn aus dem Kreis der Festgäste. Auf meine Frage antwortete der Rechtsanwalt, der gleich in der Straße neben mir in Linz wohnt, diesem anderen Herrn, der gar nichts damit anzufangen wußte. Eine groteske Gesprächssituation! Von Mann zu Mann wird die Frage einer Frau beantwortet. Vielleicht sind es die Herrn vom CV nicht anders gewöhnt?


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