Steine in den Weichen, LKW in der Oberleitung

 Ein heißer Sommertag verleitet zu einer Paddeltour auf dem Hallstättersee. Seit 15 Jahren freue ich mich über mein aufblasbares 13kg-Boot, das sich im Rucksack und auf einem Rolli bestens mit dem Zug transportieren lässt. In 15 Min sind wir startklar und stechen in den Hallstättersee, fahren kreuz und quer, essen, schwimmen und genießen die Ruhe, Einsamkeit auf der spiegelglatten Fläche unter den herrlichen Gebirgszügen des Dachstein, Saasteins,…etc. Bei der Rückfahrt bremsen zwei erhebliche Hindernisse unser Zugfahrt: In Goisern legten  Jugendliche Steine in die Weiche, sodass sie blockiert ist, wir müssen retour fahren, um aufs andere Geleis zu wechseln. In Traunkirchen hat ein LKW-Fahrer seine Kranvorrichtung nicht gesenkt und damit die 16.000 Volt der Oberleitung gerammt. Die LKW-Reifen zerschmorten, er kam mit dem Schreck davon und die Zugreisenden mit einer halbstündigen Verspätung wegen Schienenersatzverkehr. Die Anfälligkeit und Flexibilität des Schienenverkehr wird damit wieder sichtbar: Weichen und Oberleitung gibt es auf der Straße nicht, aber dafür Stau – den kennt der Zug wieder nicht.Ich lese während der verspäteten Heimfahrt mein Buch von Alexander von Humboldt fertig und verliere so keine Zeit.


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