Klimatag
Weltklimatag: Grüne wollen Totalausstieg aus Öl, Gas, Kohle und Atomstrom bis 2020
“Österreich ist bei der Erreichung der Klimaschutz-Ziele an vorletzter Stelle in der EU. Statt massiv in alternative Energieformen zu investieren, hat die Regierung im letzten Jahr die Förderung für erneuerbare Energie um 80 Prozent gekürzt. Das hat zu einem völligen Stillstand beim Ausbau dieser Energieform geführt. Umweltminister Pröll hat in Sachen Klimaschutz total versagt und die Regierung hat keine Vision”, kritisiert Alexander Van der Bellen, Bundessprecher der Grünen.
Umstieg auf erneuerbare und emissionsfreie Energiegewinnung
Die Grünen dagegen haben ein klares Ziel. “Wir wollen einen kompletten Umstieg auf erneuerbare und emissionsfreie Energiegewinnung bis zum Jahr 2020. Bei der Raumwärme soll die Energiewende bis 2030 erreicht werden, wofür eine radikale Energiewende notwendig ist, etwa durch die ehestmöglich Umstellung der Wohnbauförderung auf den Passivhausstandard. Eine derartige Energiewende stellt nicht nur einen Schutz vor dem Klimawandel dar, sondern ist auch moderne Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik”, so Van der Bellen.
Um dieses Ziel zu erreichen ist der gänzliche Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2020 nötig bei gleichzeitiger Absenkung des Stromverbrauchs. Statt des derzeitigen jährlichen Zuwachses beim Stromverbrauch von zwei Prozent muss eine jährliche Einsparung von 1,5 Prozent erzielt werden. “Eine derart radikale Kehrtwende in der Energiepolitik wird die Wirtschaft nicht beschädigen, im Gegenteil, das aller teuerste wäre nichts zu tun und abzuwarten”, so Van der Bellen.
Regierung muss endlich handeln
„Der morgige Weltklimatag erinnert an die dringende Notwendigkeit im Klimaschutz aktiv zu werden! Dringend notwendig ist eine Totalreform des Ökostromgesetzes und die Schaffung einer österreichweiten klimafreundlichen Wohnbauförderung,“ fordert Ruperta Lichtenecker, Umweltsprecherin der Grünen.„Klimaschutzpolitik ist nicht nur wichtig zur Eindämmung der Klimaveränderung, sondern auch eine große Chance für die heimische Wirtschaft sowie die Innovation und Weiterentwicklung von Umwelttechnologien. Damit können hunderttausend Arbeitsplätze geschaffen werden“, ist Lichtenecker überzeugt. Die österreichische Klimabilanz dagegen zeugt von einem Versagen der bisherigen Klimapolitik unter Umweltminister Pröll. Laut jüngstem Umweltkontrollbericht liegt die im Jahr 2005 ausgestoßene Emissionsmenge 18% über dem Basisjahr 1990 und rund 24,5 Mio. t CO2-Äquivalente bzw. 36% über dem Kyoto-Ziel.








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