Grenzenlose EU blockiert Radverkehr

moderne Brücke in Brastslawa

Diesmal ging es mit der S-Bahn von Wien Mitte nach Wolfsthal, immerhin ist Radtransport erlaubt, aber Räder sind nur schwer unterzubringen und müssen an Sitze im Gang angelehnt werden.Auf der Fahrt nach Bratislava winken uns in der Au österreichische Grenzsoldaten auf der Morgenpatrouille zu, wir fahren entlang der Donau an ihren Zelten vorbei, passieren den Grenzübergang, lernen die Donauauen mit den vielen Hausbooten nach Bratislava kennen, wechseln über eine Radfahrspur auf einer verlassenen Straße nach Ungarn, fahren am späten Nachmittag 15 km schnurgerade durch weites ehemaliges Latifundienland der Herzöge von Teschen Richtung österreichische Grenze bei Albertkasimirpuzta/Halbturn und stoßen um 17.00 auf einen bewachten Grenzbalken, der keinen offiziellen Übergang darstellt. Der reguläre Übergang Nickelsdorf liegt 25 km wieder zurück und dann nach Norden. Unser Zug geht um 17.50Deshalb ersuchen wir die netten Soldaten um Barmherzigkeit und um Einlass ins Schengen-Gebiet Österreich. Sie sind willens, aber unterstehen der Befehlskette, deren obere Glieder – für uns immer nur als Stimmen aus dem Funkgerät fassbar – unser Ansinnen entschieden ablehnen.Nur nächste Woche zu Pfingsten wird der Grenzübergang geöffnet. Wir beugen uns der Befehlsgewalt. Also stehen wir vor der Wahl wieder zurückzuradeln, oder unser Glück woanders zu suchen.


Kommentar hinterlassen


Um Spam vorzubeugen geben Sie bitte den abgebildeten Code ein.
Um an die Audioversion des Codes zu gelangen klicken Sie bitte auf das Codefoto.
Neuen Code anfordern!

Click to hear an audio file of the anti-spam word